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	<title>censoredmagaz.in &#187; Kolumne</title>
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	<description>Event-&#38; Lifestyleblog</description>
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		<title>Und nun zur Eine-Millionen-Euro-Frage: Wer oder was ist Werne an der Lippe?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 08:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[a) eine Krankheit b) eine gemeine Insektenart c) eine Stadt im Westen Deutschlands d) der Bruder von Jürgen von der Lippe Na, wissen Sie es? Wenn nicht, machen Sie sich Nichts draus. Selbst die netten Damen und Herren, die hinter den Bahnschaltern sitzen konnten mir keine Auskunft über das kleine Städtchen geben und erst nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2011/02/AK_Werne_01_front_02.jpg"class="lightbox" title="HEIMATPIXEL - DIGITALES DESIGN AUS DER HEIMAT" ><img class="alignright size-medium wp-image-2617" title="HEIMATPIXEL - DIGITALES DESIGN AUS DER HEIMAT" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2011/02/AK_Werne_01_front_02-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a>a) eine Krankheit<br />
b) eine gemeine Insektenart<br />
c) eine Stadt im Westen Deutschlands<br />
d) der Bruder von Jürgen von der Lippe</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Na, wissen Sie es?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn nicht, machen Sie sich Nichts draus. Selbst die netten Damen und Herren, die hinter den Bahnschaltern sitzen konnten mir keine Auskunft über das kleine Städtchen geben und erst nach einer guten halben Stunde konnte ich mich stolze Besitzerin einer Bahnkarte nach Werne nennen und fühlte mich gleich ein wenig wie Christopher Kolumbus: bereit Neues zu entdecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Ausgestattet mit Wasser und Nahrung für 3 Tage machte ich mich also auf den Weg. Vorbei an zahlreichen Steppen und Feldern, kam ich nach einer guten Stunde in dem 32000-Seelen-Ort an, welcher überraschender Weise doch schon durch Straßen und Internet mit dem Rest der Welt verbunden ist. Eine Frechheit also diesen Ort nicht zu kennen!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der erste Eindruck: niedlich.<span id="more-2616"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein kleiner Bahnhof mit gerade mal 2 Bahngleisen, von denen allerdings im Regelfall, nur ein einziges befahren wird und keinerlei Informations- bzw. Beschwerdestelle. Aber das braucht man hier auch nicht. Wer sich informieren will geht einfach zu Theo, dem freundlichen Kioskverkäufer nebenan und beschweren tut man sich hier eben nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und worüber auch? Auf dem Weg in die Innenstadt lächelten mir hübsche Häuschen mit kleinen Vorgärtchen entgegen, die vom grünen Daumen persönlich gehegt und gepflegt werden. Selbst die Straßen ebneten mir den Weg, so sauber, dass man denken könnte die Menschen schweben hier über den Boden, bis man den Dorfältesten begegnet, die einen bereits in der Morgendämmerung mit ihren Krückstöcken, Trolleys und Rollatoren über den Haufen fahren.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Innenstadt angekommen orientierte ich mich gleich an den netten Straßenschildern, die einem nicht nur verraten in welchem, mit Kopfsteinen bepflasterten, Gässchen man sich nun schon wieder verlaufen hat, sondern einem auch noch gleichzeitig etwas über die Straßen lehren. Offen teilen sie einem mit: „Guten Tag Fremder. Du befindest dich nun auf dem Roggenmarkt. Dieser Markt galt den Bauern, um das Kornbrot zu verkaufen.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das ist doch mal nett.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Apropos, nett. Nett sind auch die Menschen, die dieses süße Städtchen so liebenswert machen. Hier wird nicht übereinander gelästert, hier werden lediglich Tatsachen erörtert und Lösungen für Nachbarn gefunden, die noch gar nichts über ihre Probleme wissen.   Stets mit einem Lächeln auf den Lippen sind sie bereit einem bei Rat und Tat zur Seite zu stehen und erklären einem liebend gerne den Weg:</p>
<p style="text-align: justify;">„Einfach gerade aus und an dem alten Gebäude dann links“. Wären die Häuser in der Stadt nicht alle ziemlich alt, wäre die Beschreibung bestimmt hilfreich. Getreu dem Motto „Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn die Tür aufgeht.“, macht man sich dann also auf den Weg.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf den Weg machte ich mich am Ende des Tages dann auch wieder: zurück nach Hause. Vorbei an den süßen Häuschen, über die gemeingefährlichen Kopfsteinpflaster und vorbei an Theo, befand ich mich letzten Endes wieder am Bahnhof. Nach einer kurzen Ansage vom gut versteckten Bahnhofspersonal mit der Nachricht, dass der Zug heute ausnahmsweise von Gleis 1 abfahren würde, sowie einer synchron völlig sauberen 180-Grad-Drehung der wartenden Bahngäste, einschließlich mir, setzte ich mich in den Zug und folgendes Gedicht formte sich aus den Erlebnissen des heutigen Tages:</p>
<p style="text-align: center;">So langsam lichten sich die Sterne<br />
Und die Sonne scheint über Werne.<br />
Das Städtelein mit den süßen Gassen,<br />
wo man sich herrlich bricht die hohen Hacken.</p>
<p style="text-align: center;">Das Örtlein, in dem man stets laut lacht<br />
und niemand über den anderen klagt.<br />
Es sind die kleinen Dinge im Leben,<br />
worauf die Menschen hier einen heben.</p>
<p style="text-align: center;">Neue Rohre, neue Brunnen<br />
das sind Dinge von denen sie träumen.<br />
Und kommt einmal ein Bösewicht ins Städtelein rein<br />
so jagt man ihn sofort wieder Heim.</p>
<p style="text-align: center;">Denn trotz über den Gartenzaun wachsende Tannen,<br />
die Werner halten doch zusammen.<br />
Ob Metzgermeister oder Friseursalon,<br />
jeder ist hier eine Bezugsperson.</p>
<p style="text-align: center;">Und schon an den Städtetoren,<br />
stehen kampfbereit die Greisen mit ihren Rollatoren.<br />
Ja das kleine Örtchen in der Ferne,<br />
Werne hier bin ich doch wirklich gerne!</p>
<p style="text-align: right;">(Februar 2011: Jennifer Santangelo)</p>
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		<title>Esst mehr Kinder!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 17:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Nerven]]></category>
		<category><![CDATA[nervt]]></category>
		<category><![CDATA[Seidenspinner]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder. Unsere Zukunft. Und so süüüß! Marcel war nicht süß. Und wenn diese etwa neun bis zehn Jahre alte Kröte meine Zukunft ist, bin ich dafür, dass solch Vorzeige-Intelektuelle Eltern wie die seinen in den fünf Minuten doch bitte etwas Anderes machen sollten. Spazieren gehen zum Beispiel. Oder Spülen. Hauptsache ich muss nie wieder in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kinder. Unsere Zukunft. Und so süüüß! Marcel war nicht süß. Und wenn  diese etwa neun bis zehn Jahre alte Kröte meine Zukunft ist, bin ich  dafür, dass solch Vorzeige-Intelektuelle Eltern wie die seinen in den  fünf Minuten doch bitte etwas Anderes machen sollten. Spazieren gehen  zum Beispiel. Oder Spülen. Hauptsache ich muss nie wieder in einer roten  Blechröhre eingesperrt, auf dem Weg zum Bochumer Hauptbahnhof  herausfinden, wie das Kind die Welt sieht. Und &#8211; und das ist das  eigentliche Problem &#8211; es einem mitteilt. Laut. Ohne Punkt und Komma. Mit  einer Stimme, die jeden Heavy Metal Sänger vor Neid erblassen lassen  würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war keine Minute auf meinem Platz in einer wie gewöhnlich sehr  vollen Bahn, als ich eine schrille, laute Kinderstimme hörte. Eine von  denen, die direkt von der Ohrmuschel an die Hirnrinde trommelt. Ich  spürte wie jedes Wort, was aus dem kleinen Krötenmund kam, seinen Teil  dazu beitrug, was später immense Kopfschmerzen sein würden. Wenn es die  schiere Lautstärke nicht schaffen sollte, so würden es die Inhalte &#8211;  beziehungsweise Nichtinhalte seiner Aussagen tun:&#8221;Mamaa? Warum ist der  Zug rot? Ich mag keine roten Züge.&#8221; &#8230;&#8221;Mamaaa? Kannst du dem Schaffner  mal sagen der soll den Zug blau machen.&#8221;&#8230;&#8221;Mamaaa? MAAMAA? Sind wir  noch in Dortmund? Dortmund ist doof. Ich will in Bochum sein.&#8221;&#8230;&#8221;Mama  ich habe heute einen Hund gesehen&#8221;.<br />
<span id="more-2562"></span><br />
&#8220;Wirklich? Wo denn?&#8221; fragte ich, um mich in dieses für den Fortbestand  des Lebens immens bedeutsame Gespräch einzuklinken. &#8220;Ich habe das Mama  erzählt &#8211; nicht dir!&#8221; sagte das kleine Persönchen &#8211; aber schon vollends  ausgewachsene Arschloch. Nett wollte ich sein. Solange ich rede, könne  er es zumindest nicht tun, dachte ich. Mich interessiert nicht, ob und  schon gar nicht WO das Schrumpfhirn einen Hund gesehen hatte. Wow ein  Hund. EIN HUND! Diese Information bringt mir nichts. Sie bringt  niemandem etwas. Nicht einmal der völlig überforderten Mutter.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich mache ihr keinen Vorwurf. Kinder haben eine unglaublich effektive  Fähigkeit das Gehirn erwachsener Menschen im Schädel explodieren zu  lassen und neben dem Blutbad stehend von Fremden immernoch als &#8220;süß&#8221;  bezeichnet zu werden. Hier ein Tipp: Solltest du jemals von einem  kleinen Menschen gefragt werden, &#8220;warum&#8221; etwas so ist, wie es ist, sag  nichts. Ignoriere die Frage. Es ist das Beste, was du tun kannst. Sonst  weißt du am Ende der Konversation nicht einmal mehr, wer du bist.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Mama? Warum ist der Himmel blau?&#8221;&#8230;&#8221;Öh ja das hängt irgendwie mit der  Sonneneinstrahlung und den Teilchen in der Luft zusammen&#8230;die  reflektieren das Licht irgendwie und dann sieht der Himmel blau aus.&#8221;  &#8230;&#8221;Warum?&#8221;&#8230;&#8221;Weil die Schicht, die unseren Planeten umgibt die anderen  Farben rausfiltert.&#8221;&#8230;&#8221;Warum?&#8221;&#8230;&#8221;Ich weiß nicht  warum.&#8221;&#8230;&#8221;Warum?&#8221;&#8230;&#8221;Keine Ahnung. ICH WEIß EINFACH NICHT  MEHR!&#8221;&#8230;&#8221;Warum?!&#8221;&#8230;&#8221;Weil Mama dumm ist  Schatz.&#8221;&#8230;&#8221;Warum?&#8221;&#8230;&#8221;-.-&#8230;Weil Mamas Eltern die Mama im Suff in einem  vernebelten Campingvan gezeugt haben!&#8221;&#8230;&#8221;Warum?&#8221;&#8230;&#8221;Weil der Strom  ausgefallen ist und Onkel &#8230;GEH SPIELEN!&#8221; &#8230; Möchtest du wirklich an  ihrer Stelle stehen? (Autor: <a href="http://blogtopf.blogspot.com/2010/11/esst-mehr-kinder.html" target="_blank">T. Seidenspinner</a>)</p>
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		<title>Das große Fressen hat ein Ende! 01/09</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 12:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist überstanden, die Zeit des übermäßigen ‚Fressen‘ ist vorbei. Nach Weihnachten und Neujahr kehrt nun wieder die ruhige Zeit ein. Ich glaube ich spreche nicht nur von mir wenn ich sage: Danke, liebste Verwandtschaft, aber nun reicht es erst einmal wieder. Jedes Jahr aufs neue, mit einem vollgepackten Terminkalender alle Verwandten in Akkordarbeit abzuklappern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist überstanden, die Zeit des übermäßigen ‚Fressen‘ ist vorbei. Nach Weihnachten und Neujahr kehrt nun wieder die ruhige Zeit ein. Ich glaube ich spreche nicht nur von mir wenn ich sage: Danke, liebste Verwandtschaft, aber nun reicht es erst einmal wieder.<a href="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/12/januar09cover.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-887" style="border: 3px solid white;" title="januar09cover" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/12/januar09cover.jpg" rel="lightbox" alt="januar09cover" width="300" height="423" /></a> Jedes Jahr aufs neue, mit einem vollgepackten Terminkalender alle Verwandten in Akkordarbeit abzuklappern, zu besuchen und seine Pflicht fürs aktuelle jahr hinter sich zu bringen. Versuchen bloß nichts falsches zu sagen, um damit nicht die allseits bekannten Familiendiskussionen auszulösen. Geschafft! Ich für meine Wenigkeit stelle mich nun auf eine ruhige Zeit ein und genieße nun auf meine ganz eigene Art die Besinnlichkeit der kommenden <span style="text-decoration: line-through;"><strong>‚NICHT-WEIHNACHTLICHEN-TAGE‘</strong></span> und werde wieder anfangen ganz gelassen mich auf das nächste, ach doch so geliebte Weihnachten und Neujahr vorzubereiten. Ich hoffe mal das ich nicht die absolute Ausnahme bin und gehe stark davon aus das es den meisten so ergangen ist. Im Übrigen ist jetzt der richtige Zeitpunkt um wieder mit dem täglichen Gang zum Fitnessstudio anzufangen.</p>
<p><strong>Angefressenes muss ja schließlich, bis zu den warmen Tagen, wieder in Form gebracht werden!</strong></p>
<p>Im Sommer werde ich dann sehen können wer meine paar Zeilen hier gelesen hat und viel wichtiger, wer nicht! Wenn sich die Freibäder und Seen wieder mit Menschen füllen an denen ich noch ganz genau erkennen kann wo jeder einzelne Spekulatius am Bauch hängen geblieben ist.</p>
<p><em>In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine ruhige und Stressfreie Januarzeit, so ganz ohne Verwandtschaft! </em><br />
<em>Der Gesättigte</em></p>
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		<item>
		<title>Was Werkstätte mit Socken zu tun haben 09/08</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 09:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer meine Kolumnen bisher verfolgt hat weiß, dass ich mich zu der Gruppe der eher bewegungsresistenten Menschen zähle. Umso größer ist mein Respekt vor Jamaikanischen Sprintwundern, die 100 Meter Tartanbahn schneller zurücklegen, als ich Fahrradfahren kann. Einen ebenso großen Respekt habe ich aber auch vor der, natürlich niemals einwandfrei funktionierenden, Technik meines Autos. Gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;">Wer meine Kolumnen bisher verfolgt hat weiß, dass ich mich zu der Gruppe der eher bewegungsresistenten Menschen zähle. Umso größer ist mein Respekt vor Jamaikanischen Sprintwundern, die 100 Meter Tartanbahn schneller zurücklegen, als ich Fahrradfahren kann. Einen ebenso großen Respekt habe ich aber auch vor der, natürlich niemals einwandfrei funktionierenden, Technik meines Autos. Gibt es ein Problem, klappert es dort, knarzt es da, blinkt was, blinkt hier etwas nicht, wird die Notrufnummer der Werkstatt meines Vertrauens angefunkt. Es gibt eben Fertigkeiten, die nicht die meinigen sind. Etwa die Syntax von Berberdialekten aus der Westsahara oder die Aufklärung von Paradoxien des Unendlichen. Ähnlich fremd ist mir das Wesen der Kfz-Technik.Natürlich habe ich mit der Zeit meine Fertigkeit im Umgang mit dem durchweg sehr Interpretationsfreudigen Werkstattpersonal verbessert. Zum Beispiel gebe ich heute nicht mehr gefährliche Sätze von mir wie: »Kann es sein, dass da was tropft?« Oder: »Ich glaube, da quietscht was.«, wenn ich nicht möchte, dass mein Auto drei Tage später als Portfolio des hiesigen Ersatzteillagers missbraucht wird.</div>
<div style="text-align: justify;">
<p><a href="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/08/414.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-23" title="Wurstauto" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/08/414-300x199.jpg" alt="" width="207" height="133" /></a>Wenn ich einen Metzger betrete, um 100 Gramm Mortadella zu erwerben, verlasse ich das Geschäft schließlich auch nur selten mit zwei Hammelkeulen und einem Glas Schweinesülze. Besuche ich aber eine Werkstatt wegen eines defekten Scheibenwischers, darf ich mich über frische Bremsbeläge, einen neuen Keilriemen, zwei ausgetauschte Zündkerzen und einer generalüberholten Airbag-Steuereinheit freuen. Immer. Für Fachleute und Frauen ist es das „IKEA-Phenomen“. Für mich ist es einfach nur teuer. Jamba Sparabos gibt es da nämlich nicht. Schließlich ist das ein Naturgesetz. Wie die einzelne Socke in der Waschtrommel.</p>
<p>Zugegeben, auf den ersten Blick hat eine Socke recht wenig mit meinem Auto zu tun. Fahren kann sie nicht, Geräusche machen will sie meistens auch nicht und wenn sie kaputt geht, kann ich sie selbst flicken. Aus der Sicht eines Patchwork-Sockenträgers erkennt man aber, dass das Ende einer Sockenkarriere eine beängstigende Übereinkunft mit den Machenschaften in Werkstätten hat. »Eine ganze Zahl gehört zu den ungeraden Zahlen, wenn sie nicht – ohne Rest – durch 2 teilbar ist«, klugscheißert das Lexikon. Geht aber viel einfacher: Socken werden in einer geraden Anzahl in die Waschmaschine geschmissen, eine ungerade Zahl kommt wieder heraus. Nicht einmal Skally und Mulder haben sich bisher heran gewagt dieses übernatürliche Phenomen zu entschlüsseln. Und das, obwohl die Geschehnisse in einer Strumpffressenden Waschmaschine mindestens ebenso mysteriös sind, wie Autoteile, die kollektiv genau an dem Tag ihren Geist aufgeben, an dem Sie zu ihrem Ursprungsort zurückkehren: Der Werkstatt.</p>
<p>Warum wundere ich mich also überhaupt noch, dass auch mein aktuellster Besuch in einem Unternehmen dieser Gattung, wieder mit einer Rechnung von über 1000 € zu Buche schlug? Ich wollte doch nur einen rechten Außenspiegel! Stückpreis 211€. Selbst trotz meiner unterdurchschnittlichen mathematischen Intelligenz verstehe ich, dass das knappe 800 Münzen weniger sind. Den Rest können Sie sich genauso denken, wie ich, bevor ich die Rechnung überhaupt im Detail beliebäugelt hatte. Richtig. Hammelkeulen und Schweinesülze.</p></div>
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		</item>
		<item>
		<title>EM kickt eh nicht richtig! 08/08</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 09:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Buddah]]></category>
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<category><![CDATA[Nutella]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Woche Italien. Eine Woche im Land des verdienten, aber natürlich traditionell ungerecht von Schiedsrichtern und Funktionären verfolgten Nicht-Europameisters. Außerdem, liebe Italiener: Lieber Dritter, als Petze! Ich stellte mich also nicht nur auf einen schönen, von Sommer, Sonne und Stringbikinis gezeichneten Urlaub am Strand nebst Meeresrauschen ein, sondern auch auf eine getrübte Halbmaststimmung und Kinder, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine Woche Italien. Eine Woche im Land des verdienten, aber natürlich traditionell ungerecht von Schiedsrichtern und Funktionären verfolgten Nicht-Europameisters. Außerdem, liebe Italiener: Lieber Dritter, als Petze! Ich stellte mich also nicht nur auf einen schönen, von Sommer, Sonne und Stringbikinis gezeichneten Urlaub am Strand nebst Meeresrauschen ein, sondern auch auf eine getrübte Halbmaststimmung und Kinder, die statt Fußball irgendeinen anderen, hoffentlich leisen, Sport betrieben. Synchronschwimmen, Halma&#8230; oderso.</p>
<p>Im Hotel angekommen schlüpfte ich dementsprechend nach kurzer Erholungspause  in mein „Im Viertelfinale ist Schluss“ T-Shirt. Man muss den Einheimischen schließlich gleich zu verstehen gegen, dass sie es hier mit einem Vizeeuropameister zu tun haben. Zu demonstrieren war das natürlich am Besten beim morgendlichen Fußballturnier. Keine weiteren Fragen diesbezüglich bitte. Aber hey, ich war schließlich hier um Urlaub zu machen, nicht um mich in Löwscher Manier mit höschster Dischziplin in körperliche Hochform zu trainieren. Ich bin zwar schlank. Noch. Das heißt aber nicht, dass ich Sport mag. Oder Bewegung an sich. Ich bin sozusagen eher Faul. Insbesondere wenn es um Urlaub geht. Außerdem lebe ich in einer Gesellschaft, in der man bereits dann als sportlich gilt, wenn man sich über etwaige Sportereignisse informiert zeigt. Und das ist nun wirklich nicht schwer. Selbst mein bester Freund, das Nutellaglas, ruft mir mit Fußballaufdrucken und einem strahlenden Kevin Kuranyi ein „Ey du bewegungsresistenter Kalorienfrühstücker mach den Fernseher an…is EM!“ entgegen.</p>
<p>Recht hat das Glas, nun gibt es ja nicht umsonst die Möglichkeit, anderen Leuten beim sporteln zuzuschauen, entweder im echten Leben oder – bequemer und damit für mich ideal – vor der Schattenscheibe. Da kann man dann Frauen in kurzen Röckchen dabei zusehen, wie sie laut stöhnend über einen linierten Platz hechten und sich dabei mit beeindruckender Aggressivität und durchlöcherten Bratpfannen einen leidensfähigen Ball zuspielen. Oder man kann unglaublich große Männer dabei beobachten, wie sie in einer kleinen Halle einen riesigen Lederball vor sich her prellen. Vielleicht findet man auch eine ganze Herde von Leuten auf einem riesigen Rasen interessant, die wie geistesgestört hinter einem unschuldigen Lederball hinterhersprinten, immer bestrebt, diesen sowohl in ihren Besitz zu bringen, als auch ihn mit aller Wucht und einem Gesichtsausdruck, den ich mir nur bei akuter Opstipation (Verstopfung) zutraue, in Richtung zweier bemitleidenswerter Männekens zu pfeffern. Die sind aus unerfindlichen Gründen die Einzigen, die das Spielgerät einfach in die Hand nehmen. Was ja eigentlich das Logischste wäre, wenn man etwas Bestimmtes damit vor hat.</p>
<p>Und schon wären wir wieder beim Fußball und damit unweigerlich beim Nutellaglas – und der EM.  Die ist jetzt (endlich) vorbei und sein wir ehrlich: Wahrlich Europa- oder Vizeeuropameisterlich war das nun wirklich nicht, was unsere Adlerkicker da gezeigt haben. Aber hey, EM kickt eh nicht richtig. Oder gibt’s dafür etwa Sterne? Eben. Außerdem kommen bald schon die Olympischen Spiele. Und überall diese lustigen Ringe. Und Nutellagläser in Form eines tibetischen Mönches im Schneidersitz und Handschellen?</p>
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		<title>Vom Froschkönig und der globalisierten Bratwurst 05/08</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 10:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
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		<category><![CDATA[Lustig]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Och wie possierlich der kleine Mann da drüben vor dem Zeitschriftenregal auf und ab hüpft. Ich weiß, man darf sich ja in der heute sooooo politisch korrekten Zeit nicht über derartige, natur- und selbstverständlich auch gottgegebene Dinge lustig machen. Deswegen handelt diese Kolumne auch nicht in erster Linie von der Kleinwüchsigkeit dieses Düsseldorfer Mannes. Lustig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Och wie possierlich der kleine Mann da drüben vor dem Zeitschriftenregal auf und ab hüpft. Ich weiß, man darf sich ja in der heute sooooo politisch korrekten Zeit nicht über derartige, natur- und selbstverständlich auch gottgegebene Dinge lustig machen. Deswegen handelt diese Kolumne auch nicht in erster Linie von der Kleinwüchsigkeit dieses Düsseldorfer Mannes. Lustig wars aber trotzdem – basta! Jedenfalls beobachtete ich ihn eine Weile, unfreiwillig an einen Laubfrosch denkend, und verzehrte derweil fröhlich eine Bratwurst und fühlte mich von dem unfreiwillig komischen Schauspiel noch dazu angenehm unterhalten, als sich plötzlich seine 1,30 Meter auf mich zuzubewegen begannen.</p>
<p>»Entschuldigen Sie bitte«, fragt mich der kleine Mann freundlich, »könnten Sie mir vielleicht helfen an eine Zeitschrift zu gelangen?« Ganz automatisch entgegnete ich ihm ein freundliches »natürlich« und machte mich großen Schrittes &#8211; &#8230; &#8211; ich begab mich zu eben dem Zeitungsständer, an dem der Herr noch vor kurzem wie ein wonniges Glücksbärchi hin- und her gehüpft war. »Das Manager Magazin bitte.«. Weder konnte ich es verhindern, noch hatte ich es meinem Hirn befohlen meine Denkwindungen sekundenschnell mit Wortwitzen zu fluten, die ich aus Gründen der eben bereits zitierten political correctness zwanghaft grinsend versuchte für mich zu behalten. Ein Biss in die immernoch leckere Bratwurst half mir enorm dabei.</p>
<p>Anstelle von »Da möchte aber Einer hoch hinaus«, oder »Gar kein Problem, ich hole nur schnell die Karriereleiter.« entschied ich mich also senfbefleckt für das klassische und  unverfängliche  »Gerne« als Antwort. Wer weiß, vielleicht war das ja auch ein Test von irgendwem, der mich gerade in diesem Moment kritisch beobachtete. Vielleicht von Gott? Amnesty International? Oder war es gar LIDL? Vielleicht bedeutete diese putzige Begebenheit auch etwas völlig Anderes. Möglicherweise symbolisierte der kleine sympatische Düsseldorfer die deutsche Wirtschaft in ihrem ständigen Auf-und Ab. Das »Manager Magazin« könnte dabei die Politik sein, oder die Globalisierung, oder Vanilleeis. Passend wäre es ja. So ein Wirtschaftswandel geht ja in der heutigen Zeit der digitalen Informationsübertragung schneller, als man ein Eis oder eine lecker fettige Bratwurst genügsam verzehren kann. Im Moment ist nun einmal wieder Aufschwung, bald ist auch schon wieder Abschwung, und kaum hat man sich an die Melancholie gewöhnt ist plötzlich wieder Aufschwung und ab und auf und ab und&#8230;</p>
<p>Einige philosophische Gedanken später reiche ich dem kleingewachsenen Herren dann hilfsbereit und nett guckend sein Manager Magazin und wünsche ihm, freundlich wie ich bin, noch viel Erfolg auf seinen beruflichen Werdegang. Völlig ohne Hintergedangen und Augenzwinkern. Ehrlich. Zumindest bis ich mir überlegte, ob er nicht vielleicht irgendwann über sich hinaus wachsen könnte. Ha ha. Entschuldigung. Zurück auf meiner Bank mit meiner Bratwurst, die der Wirtschaft bestimmt auch irgendwas gebracht hat, einer eigenen Ausgabe des Manager Magazins und einem kleinen schlechten Gewissen für meine automatisierten Wortwitze wurde mir klar, dass ich diesen Herren von nun an für immer als den Düsseldorfer Froschkönig in Erinnerung behalten würde. Vielleicht küsst ihn ja mal wer und es wächst ein&#8230;aaaargh SCHLUSS!</p>
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