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	<title>censoredmagaz.in &#187; Buchtipp</title>
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		<title>Yasminda Khadra &#8211; Die Sirenen von Bagdad 10/08</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 10:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Yasmina Khadra legt einen packenden Polit-Thriller über die Logik des Terrorismus vor. In der Folge einer mitleidlosen Razzia des US-Militärs wird ein junger unbeteiligter Mann aus dem Irak tief gedemütigt und muss seine Familie und sein Heimatdorf verlassen. Er beschließt, sein Leben der Aufgabe zu widmen, den Westen tödlich zu treffen. Plastisch und eindrucksvoll beschrieben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-469" style="border: 5px solid white;" title="cover5" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/cover5.jpg" alt="" width="181" height="276" /><strong>Yasmina Khadra</strong> legt einen packenden Polit-Thriller über die Logik des Terrorismus vor. In der Folge einer mitleidlosen Razzia des US-Militärs wird ein junger unbeteiligter Mann aus dem Irak tief gedemütigt und muss seine Familie und sein Heimatdorf verlassen. Er beschließt, sein Leben der Aufgabe zu widmen, den Westen tödlich zu treffen. Plastisch und eindrucksvoll beschrieben versetzt der Roman den Leser direkt an die Front des Irak-Konfliktes.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-468"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Leseprobe:</strong><br />
<em>&#8220;In den Abendnachrichten war von einer amerikanischen Drohne die Rede, die verdächtige Signale in Höhe des Festsaals aufgezeichnet hätte. Genauere Angaben machte man nicht. Es wurde lediglich erwähnt, dass kurz zuvor terroristische Aktivitäten aus dem Sektor gemeldet worden wären, eine Unterstellung, gegen die die Anwohner sich jedoch entschieden verwahrten. Die amerikanische Führungsriege versuchte dennoch weiterhin, sich zu rechtfertigen, indem sie zusätzliche Sicherheitsargumente vorbrachte, bis sie es irgendwann leid war, sich nur lächerlich zu machen, das Versehen am Ende bedauerte und den Familien der Opfer ihre Entschuldigung aussprach. Das war alles.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Eine Meldung mehr, die die Runde um den Planeten machen würde, um alsbald in Vergessenheit zu geraten, da die nächsten Schreckenstaten nicht lange auf sich warten lassen würden. Aber in Kafr Karam hatte der Zorn das Kriegsbeil ausgegraben: Sechs junge Männer baten die Gläubigen, für sie zu beten. Sie versprachen, ihre Toten zu rächen und erst heimzukommen, wenn der letzte boy in einem Plastiksack den Rückflug angetreten hätte. Nach den üblichen Umarmungen verschwanden die Krieger in der Nacht. Einige Wochen später wurde der Distriktskommissar an Bord seines Dienstfahrzeugs getötet. Und noch am selben Tag flog ein Panzer über einer selbstgebastelten Mine in die Luft. Kafr Karam hatte seine ersten Schahids zu beklagen &#8211; sechs auf einen Streich. Sie waren von einer Patrouille überrascht worden, während sie sich zum Angriff auf einen Checkpoint rüsteten. Im Dorf erreichte die Spannung den Siedepunkt. Jeden Tag verschwanden spurlos ein paar junge Männer mehr.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Wer nicht im Irak war weiß nicht, wie es tatsächlich war, als in den Straßen der Krieg begann. Dank dieses Buches, aus der Sicht einesBeteiligten kann man es begreifen, fühlen, fast riechen. Yasmina Khadra erzählt eine faszinierende Geschichte eins Irakers, die jeden Leser sofort fesselt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über den Autor:</strong><br />
<span style="color: #333333;">Yasminda Khadra<br />
* 1955 in Kenadsa, Algerien<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">Algerischer Schriftsteller, der im Exil in Frankreich lebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Yasmina Khadra ist ein Pseudonym für Mohammed Moulessehoul. Er wurde von seinem Vater mit neun Jahren in eine Militärschule geschickt. Nur durchs Schreiben konnte er als Jugendlicher seine Freiheit behalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Bücher des Autors:<br />
L´écrivain (Autobiografie, FRA, 2001)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Birgit Vanderbeke &#8211; Sweet Sexteen 10/08</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 10:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies was!]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Sweet Sixteen]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch zum Herbstbeginn weiter.  Wir beginnen mit Birgit Vanderbeke und ihrem „Sweet Sixteen“. Für alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch zum Herbstbeginn weiter.  Wir beginnen mit <strong>Birgit Vanderbeke</strong> und ihrem „Sweet Sixteen“. Für alle Englisch-legasteniker: Süüüüße Sechzehn!</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-464"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-465" style="border: 5px solid white;" title="buchtipp" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/buchtipp.jpg" alt="" width="180" height="276" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
<em>&#8220;Der erste, der verschwand, war Markus Heuser, genannt Meks. Die Angelegenheit wurde daher später offiziell als »das Heuser-Phänomen« bekannt. Andere sprachen von »Meksomanie«. Seinerzeit war sie nichts weiter als eine Meldung, die scheinbar über den Lahn-Dill-Kreis nicht hinauskam. »Sechzehnjähriger verschwand am Geburtstag spurlos.« Was war passiert? Der Junge war am Morgen aufgestanden, die Eltern hatten ihm gratuliert, der Tisch war gedeckt gewesen, die traditionelle Gummibärchentorte aus Meks ersten Jahren hatte inzwischen eine Menge mehr Kerzen drauf, Meks verzog wie immer in den letzten Jahren das Gesicht, als er die Torte sah, und weder seine Mutter noch sein Vater hätten sagen können, ob es ein gerührt- ironisches oder ein leise verächtliches Lächeln war, womit Meks auf den Tisch, die Torte und die Geschenke reagierte und überhaupt eigentlich auf fast alles seit einiger Zeit. </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Meks pustete die Kerzen aus, wischte sich die Elternküsse unauffällig von der Backe, aß ein Stück Buttercremetorte, packte die CD aus und sagte, wär nicht nötig gewesen, aber geil.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Seine Mutter sagte, aber Markus. Sein Vater sagte, dafür sind wir inzwischen doch etwas zu alt. Ist ja gut, sagte Meks, ich muss dann. Mathe. Er nahm seinen Rucksack und verschwand. Kann ein bisschen später werden, war das letzte, was seine Eltern von ihm hörten. Ungefähr das berichteten sie, als sie sein Verschwinden bei der Polizei meldeten. Da hatten sie bereits in Erfahrung gebracht, dass Meks in der Schule gewesen war. Im Bus nach Hause hatte ihn niemand gesehen. Bei Freunden war er auch nicht gewesen. Die Mutter hatte am Geburtstagsabend schließlich die Polizei angerufen und sich angehört, dass das schon mal vorkommen könne.&#8221;<br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Nicht nur für Eltern ist dieser Roman zu empfehlen. Birgit Vanderbeke versteht es die Abtauchstimmung vieler Kids, die aus den Konsum-Ekstasen der Jahrtausendwende mit seelischen Bulimiesymptomen erwachen einzufangen und macht Mut. Kein Stoff für Zwischendurch aber soannend.</p>
<p><strong>Über den Autor:</strong><br />
<span style="color: #333333;">Birgit Vanderbeke<br />
* 1959 in Dahme, Deutschland<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">Vanderbeke wuchs nach der Übersiedlung ihrer Familie in den westlichen Teil Deutschlands im Jahre 1961 in Frankfurt am Main auf, wo sie später auch Jura, Germanistik und Romanistik studierte. Seit 1993 lebt sie als freie Autorin in ihrer neuen Wahlheimat in Südfrankreich.</p>
<p>Weitere Bücher des Autors:<br />
Ich will meinen Mord (1995)<br />
Abgehängt (2001)</p>
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		<title>Oliver Uschmann &#8211; Voll beschäftigt 09/08</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 09:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Uschmann]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Voll beschäftigt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sollen Katzen Playstation spielen? Dürfen Malocher die Fünf Tibeter üben? Kann man Akademiker erfolgreich dequalifizieren? Diese Männer-WG macht Byzantinisten zu Bauarbeitern, Ingenieure zu Instandsetzern und Skandinavistinnen zu Ikea-Sekretärinnen. Mit Jobgarantie. Ein unglaublicher Roman einer unglaublichen Wir-AG. Mit Haustier und von Oliver Uschmann. Leseprobe: &#8220;Ich stehe bei den Veteranen vor der Theke und warte auf meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sollen Katzen Playstation spielen? Dürfen Malocher die Fünf Tibeter üben? Kann man Akademiker erfolgreich dequalifizieren? Diese Männer-WG macht Byzantinisten zu Bauarbeitern, Ingenieure zu Instandsetzern und Skandinavistinnen zu Ikea-Sekretärinnen. Mit Jobgarantie. Ein unglaublicher Roman einer unglaublichen Wir-AG. Mit Haustier und von<strong> Oliver Uschmann</strong>.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-236" title="cover1" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/cover1.jpg" alt="" width="176" height="268" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
<em>&#8220;Ich stehe bei den Veteranen vor der Theke und warte auf meine Pommes Spezial. Das Fett brutzelt, die Luft ist schwül. Es ist nicht gesund, wenn man in einem schiefen, schlecht sitzenden Haus gegenüber der besten Pommesbude Bochums wohnt. Aber es macht glücklich. Neben Tür und Zigarettenautomat steht ein kleiner Pulk von Menschen. Der Mann direkt neben mir, der mit seiner Bestellung dran wäre, blättert in einem Buch über Hegel. Was wollen??? , bellt ihn der kleine Jugoslawe mit dem Stiernacken an, und der Mann zuckt zusammen und steckt das Bändchen in die Tasche seines Jacketts. Ich suche Arbeit , sagt er und wird ein wenig rot. Arbeit? fragt der kleine Jugoslawe, und sein Kollege an der Wurst dreht sich um. Er hat noch weniger Haare im Nacken. Ja, Arbeit , sagt der Mann wie ein Kadett vor dem Brigadegeneral. Kellnern, Kochen, was Sie wollen. Nix Arbeit, nur Pommes! Nächster! , sagt der  Jugoslawe. Männer, die den Krieg gesehen haben, sind erfrischend direkt. Noch jemand lieber Arbeit als Pommes? , lacht der Veteran und macht große Augen, als auch die restlichen Kunden die Bude verlassen. Sein Kollege reicht ihm die Pommesschalen, die ich bestellt habe.</em></p>
<p><em>Er wickelt sie in das graue Papier ein und macht ein nachdenkliches Gesicht. Ich lasse mir Zeit, während ich die Straße überquere und betrachte unser Haus, wie es in seiner ganzen Pracht in der Frühlingsluft steht. Die Fassade ist immer noch schmutzig, und von außen bleibt es tapfer der Schandfleck des Viertels, aber von innen hat sich viel getan. Ich kaufe jetzt Pommes für drei. Susanne sitzt auf der Couch und hat den Fernseher eingeschaltet. Sie hat Motoröl an den Armen.&#8221;</em></p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Wir haben es in der Einleitung bereits vorweg genommen: Oliver Uschmann entführt den Leser in seinem Roman in eine schräge, wahnsinnig liebenswerte und durchweg mit schwarzem Humor versehene Männer-WG. Unsere Empfehlung: Einfach zurücklehnen und die Lachmukeln strapazieren!</p>
<p><strong>Über den Autor:</strong><br />
<span style="color: #333333;">Oliver Uschmann<br />
* 1977 in Wesel, Deutschland</span></p>
<p>Deutscher Autor, der als Kulturveranstalter, Werbetexter und Packer gearbeitet hat.</p>
<p>Er hat Kurzgeschichten veröffentlicht und verschiedene Literaturpreise gewonnen. Er lebt im Münsterland, betätigt sich als Dozent und ist Redakteur eines Lifestylemagazins.</p>
<p>Weitere Bücher des Autors:<br />
Wandelgermanen (2008)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Trixi von Bülow &#8211; Der kleine Männererkenner 09/08</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 09:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies was!]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Männererkenner]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Trixi von Bülow]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch im Hochsommer weiter.  Wir beginnen mit Trixi von Bülow und ihrem kleinen Männererkenner: Leseprobe: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch im Hochsommer weiter.  Wir beginnen mit <strong>Trixi von Bülow</strong><em> </em>und ihrem kleinen <strong>Männererkenner</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-238" title="buchcover" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/buchcover.jpg" alt="" width="176" height="270" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
&#8220;<em>Der Klassiker: Ein romantischer Abend geht zu Ende. Das erste Date war wunderbar. Alles so, wie es sein sollte. Mein Gott – ist der süß! Und hat ihr so nette Sachen gesagt. SIE ist total verliebt. Das könnte echt was werden. Sie umarmen sich ein letztes Mal. Und dann sagt ER: «Ich ruf dich an!» Sie freut sich wie eine Schneekönigin. Sie schwebt nach Hause. Sie schwebt ins Bett. Sie ist die schönste Fee von allen Feen dieser Welt. Sie ist glücklich wie schon lange nicht mehr. Endlich schläft sie ein. Endlich wacht sie auf. Und dann? Was passiert? Richtig. Nichts passiert. Nicht am nächsten Tag und nicht am übernächsten und nicht mal in zwei Wochen. Er ruft nicht an. Er ruft einfach nicht an! Mittlerweile geht sie minütlich ans Telefon, um es zu überprüfen, und nimmt ihr Handy mit in den Wäschekeller und ins Bad. Sie ist die hässlichste Schnepfe von allen Schnepfen dieser Welt. Sie ist unglücklich wie schon lange nicht mehr. Sie berät sich mit ihren Freundinnen. «Kannste vergessen!», sagt die eine. «So ’n Arschloch!», sagt die zweite. «Hast du das nötig?», sagt die dritte. «Soll ich vielleicht mal anrufen?», fragt sie. «Auf gar keinen Fall!», schreien alle drei. Aber was soll sie dann machen? Sie versteht einfach nicht, was los ist. Der Abend war doch so schön. Er hat zu ihr gesagt, sie sei seine Traumfrau. Er hat gesagt, er ruft an! Das sagt man doch nicht einfach so! Allmählich wird sie richtig sauer. Ist da nun jemand, so fragt sie sich, der nicht anruft, weil er tot ist? Oder einfach nur jemand, den sie zu sehr mag und der sagt, er werde anrufen und es dann einfach nicht tut? Sie beschließt, nicht mehr an ihn zu denken. Und denkt die ganze Zeit an ihn. Sie wartet … und wartet … und wartet … Und wenn er nicht gestorben ist, dann wartet sie noch heute. Na, wiedererkannt?</em>&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Trixi von Bülow ist nicht mit dem berühmten Loriot verwand. Auch ohne seine Gene versteht es die humoristische Autorin ein sehr unterhaltsames und herrlich verschmitztes Buch über Männer zu schreiben. Aus unserer Sicht sind die geschilderten Tatbeständ natürlich absolut unrealistisch&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über die Autorin:</strong><br />
<span style="color: #333333;">Trixi von Bülow<br />
* 1966 in Berlin, Deutschland</span></p>
<p style="text-align: justify;">Deutsche Schriftstellerin und Lektorin in einem Publikumsverlag.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie ist Mutter von zwei Söhnen und währe gerne verwand mit Loriot. Nichst desto trotz versucht sie mit ihren Büchern, ihr zweites erschien 2007,<br />
vorallem Frauen glücklich zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Bücher des Autors:<br />
101 Dinge (2007)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Anke Behrend &#8211; Fake Off! 08/08</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 09:21:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies was!]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Behrend]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Fake Off]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit »Fake Off!« ist der Wahl-Münchnerin Anke Behrend ein Debüt der Extraklasse gelungen. Mit einem Schuss Torschlusspanik bestückt schickt sie ihre Romanheldin Alex auf eine frustrierende Suche nach dem Mann fürs Leben in die einschlägigen Singlebörsen. Leseprobe: &#8220;Macht Geld sexy? Oder Erfolg? Diesen Fragen konnte ich kürzlich nachgehen. Wieder einmal war ich im Chat auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit »<strong>Fake Off!</strong>« ist der Wahl-Münchnerin <strong>Anke Behrend</strong> ein Debüt der Extraklasse gelungen. Mit einem Schuss Torschlusspanik bestückt schickt sie ihre Romanheldin Alex auf eine frustrierende Suche nach dem Mann fürs Leben in die einschlägigen Singlebörsen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-252" title="cover21" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/cover21.jpg" alt="" width="176" height="276" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
&#8220;<em>Macht Geld sexy? Oder Erfolg?</em></p>
<p><em>Diesen Fragen konnte ich kürzlich nachgehen. Wieder einmal war ich im Chat auf einen Mann gestoßen, der mir sympathisch war. So chatteten wir, tauschten Mails und telefonierten schließlich fast jeden Abend mindestens zwei Stunden. Er sprach stilvoll und vernünftig, wenngleich dies auch noch gar nichts zu bedeuten hat, wie frau bitter erfahren musste. Außerdem pflegte er ein etwas übersteigertes Faible für die Philosophie. Aber gerade deshalb konnte man interessante Gespräche führen, über die es sich auch später noch nachzudenken lohnte. Seine Vorstellungen von Beziehung klangen vernünftig. Hin und wieder ließ er dezent durchblicken, Geld und Erfolg vorweisen zu können. Nach einigen Wochen beschlossen wir, uns zu treffen. Bilder waren selbstverständlich längst getauscht. Seines war leider winzig. Soweit man es beurteilen konnte, sah er sympathisch, aber nicht direkt blendend aus. Mein Bild gefiel ihm sehr. Also machte ich mich auf nach Hamburg. Nach etwa dreieinhalb Stunden rollte der ICE in die altehrwürdige Hansestadt ein. Da stand er, Wolfgang. Trug einen komischen, nicht gut sitzenden Anzug. Seine Bewegungen waren irgendwie hölzern. Er hatte zwar Normalgewicht, doch schien es falsch verteilt zu sein. Die Volumina hatten sich eher um die Mitte herum angesiedelt. Auch sah er keineswegs so jung aus, wie er behauptet hatte. Trotz der jungenhaft kurz geschnittenen, aber recht schütteren Haare, war eher das Gegenteil der Fall. Seine fahle Gesichtshaut machte einen recht mitgenommenen Eindruck. Er schien sich oft ungeschützt der Sonne auszusetzen. Solche wie mich gibt es einige. Wir werden immer mehr. Wir sind, ganz allmählich, zu bewussten Türken geworden. Zu Hobby-Türken. Freiwilligen Türken.</em>&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Singlebörsen sind voll im Trend. Anke Behrend ist es mit ihrem Erstlingswerk „Fake Off!“ auch und schickt ihre Heldin Alex in eben genannte Partnersuche. Der ein oder Andere wird sich in diesem erfrischend glaubwürdigen Roman wiederfinden und mit Alex mitleiden. Andere haben einfach nur Spaß.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über die Autorin:</strong><br />
<span style="color: #333333;">Anke Behrend<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">Deutsche Autoren aus dem Herzen Berlins, die inzwischen ihre Wahlheimat in München gefunden hat.</p>
<p>Arbeitet auch als On-Air-Designerin, Regisseurin und Autoren. Legt wert darauf, dass sie keine Schuhe sammelt und nur zwei Handtaschen besetzt.</p>
<p>Folglich wird die sympatische Deutsche nach eigenen Aussagen in Internetforen häufig für einen Mann gehalten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Marina Lewycka &#8211; Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch 08/08</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 09:14:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies was!]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Marina Lewycka]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Traktor]]></category>
		<category><![CDATA[Ukrainisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch im Freibadmonat Juli weiter. Wo sonst kann man auch besser lesen als auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch im Freibadmonat Juli weiter. Wo sonst kann man auch besser lesen als auf der Freibadwiese unter blauem Himmel? Wir beginnen mit folgendem Machwerk von <strong>Marina Lewycka</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-254" title="cover3" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/cover3.jpg" alt="" width="176" height="267" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
&#8220;<em>Zwei Anrufe und eine Beerdigung Zwei Jahre nach dem Tod meiner Mutter verliebte sich mein Vater in eine berückende blonde geschiedene Frau aus der Ukraine. Er war vierundachtzig, sie sechsunddreißig. Wie eine flauschige rosa Granate schoss sie in unser Leben, wirbelte trübes Wasser auf, brachte den ganzen Morast längst versunkener Erinnerungen wieder an die Oberfläche und trat unseren Familiengespenstern kräftig in den Hintern. Mit einem Anruf fing alles an. Mein Vater krächzt mit vor Erregung zittriger Stimme in die Leitung: »Gute Neuigkeiten, Nadeshda! Ich heirate!« Ich weiß noch, wie mir schlagartig heiß wurde. Das kann doch nicht sein Ernst sein! Hat er nicht mehr alle Tassen im Schrank? Dreht er auf seine alten Tage jetzt durch? Aber ich sage nur: »Freut mich, Papa.« »Ja. Sie hat einen Sohn und kommt aus der Ukraine. Aus Ternopil.« Aus der Ukraine. Er denkt an früher, an blühende Kirschbäume und den Duft von frisch gemähtem Gras, und seufzt. Ich dagegen spüre den Synthetik-Hauch des neuen Russland. Sie heißt Valentina, erzählt er. Aber sie erinnert eher an eine Venus. »Die den Fluten entsteigende Venus von Botticelli. Du weißt schon: goldenes Haar, wunderschöne Augen, fantastischer Busen. Wenn du sie siehst, verstehst du, was ich meine.« Die erwachsene Frau in mir ist nachsichtig. Süß, so ein letztes spätes Liebesglühen. Die Tochter in mir ist beleidigt. Verräter! Alter geiler Bock! Mutter ist gerade mal zwei Jahre tot. Ich bin wütend, aber auch neugierig. Diese Frau, die meine Mutter verdrängt, möchte ich sehen. »Klingt ja toll. Wann kann ich sie kennen lernen?« »Wenn wir verheiratet sind.«</em>&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Marina Lewycka ist mit diesem Roman bereits seit 2006 ein Begriff in der deutschen Leser-schaft. Dennoch lohnt sich es auch heute noch einen Blick auf dieses humorige und sehr erfrischend geschriebene Buch zu werfen. Sofern man sich für die Geschichte der industriellen Welt interessiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über die Autorin:</strong><br />
<span style="color: #333333;">Marina Lewycka<br />
* 1946 in Kiel, Deutschland</span></p>
<p style="text-align: justify;">Britische Schriftstellerin mit ukrainischer Abstammung. Kam nach Ende des zweiten Weltkrieges in einem Flüchtlingslager in Kiel zur Welt.</p>
<p>Studierte an der Keele University und arbeitet heute als Dozentin für Medienwissenschaften an der Sheffield Hallam Universtity.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Bücher des Autors:<br />
Caravan (2007)</p>
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		<title>Wlodzimierz Odojewski &#8211; Ein Sommer in Venedig 07/08</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 10:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies was!]]></category>
		<category><![CDATA[1939]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Venedig]]></category>
		<category><![CDATA[Wlodzimierz Odojewski]]></category>

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		<description><![CDATA[Jugendbücher aus Polen sind in Deutschland eher eine Seltenheit &#8211; wobei Wlodzimierz Odojewski lange Jahre zunächst in Paris und dann in München gelebt hat, inzwischen aber auch wieder teilweise in Warschau wohnt. &#8220;Ein Sommer in Venedig&#8221; steht auf der Nominierungsliste des diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreises und behandelt die vom zweiten Weltkrieg geprägte Jugend eines 9-jährigen polnischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Jugendbücher aus Polen sind in Deutschland eher eine Seltenheit &#8211; wobei <strong>Wlodzimierz Odojewski</strong> lange Jahre zunächst in Paris und dann in München gelebt hat, inzwischen aber auch wieder teilweise in Warschau wohnt. &#8220;<strong>Ein Sommer in Venedig</strong>&#8221; steht auf der Nominierungsliste des diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreises und behandelt die vom zweiten Weltkrieg geprägte Jugend eines 9-jährigen polnischen Jungens namens Marek.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-282" title="cover4" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/cover4.jpg" alt="" width="176" height="266" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
<em>&#8220;Wir haben das Jahr 1939 und der Vater wird eingezogen. Aus der Sicht des neunjährigen Marek ist nicht zu verstehen, warum auf einmal alle Pläne über Bord geworfen werden.</em></p>
<p><em>Stattdessen geht es zur Tante Weronika aufs Land. Sie besitzt ein große Villa und einen herrlichen Garten. Wie wird er sich dort die Zeit vertreiben? Er bleibt nicht alleine. Seine Cousine und andere Kinder aus der Nachbarschaft gesellen sich zu ihm, so dass der Sommer doch noch schön zu werden verspricht. Die Beschreibungen über das Land, die Pracht der Farben und der Düfte erinnern an impressionistische Gemälde. Die dunklen Wolken des nahenden dritten Weltkriegs z am Horizont herauf. Noch aber sieht alles friedlich aus und die Kinder und Tanten haben ihren Spaß. Als man im Keller eine Wasserquelle zu entdecken glaubt, die allmählich den ganzen Keller auffüllt, kommen die Kinder auf die Idee, Venedig zu spielen. Es wird ein munteres Fest daraus. Staunend beobachtet Marek die Welt der Erwachsenen und kann doch vieles nicht verstehen. Der erste Soldat, den er sterbend am Wegrand sieht, scheint das Ende seiner Kindheit anzukündigen.für unser gutes Deutsch lobt. So sind wir zu Türken gemacht worden: von unserer türkischen Verwandtschaft, die uns die angenehmen Seiten ihres Lebens zeigt und uns kopfschüttelnd Familiensinn und Heimatliebe eintrichtert. Von den Deutschen, die uns gern als Idealtürken preisen, weil wir so deutsch sind. Und von uns selbst &#8211; weil wir begonnen haben, uns auf die Suche nach unseren Wurzeln zu machen.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Schon durch die Thematik ist „Ein Sommer in Venedig“ sicherlich kein einfaches Buch. Dass es aus der polnischen Originalfassung ins Deutsche übersetzt wurde, tut sein Übriges. Dennoch ist es gerade für Deutsche ein sehr interessanter Roman, der einen guten Einblick in die Welt des jungen Marek gibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über den Autor:</strong><br />
Wlodzimierz Odojewski<br />
* 1930 in Posen</p>
<p>Polnischer Schriftsteller und Sohn eines Musikers. Studierte Wirtschaft und Soziologie und wohnte lange Zeit in Paris und München, bevor er 1968 nach Warschau zurückkehrte.</p>
<p>Weitere Bücher des Autors:<br />
„Zweischenreich“ (1962)<br />
„Adieu an die Geborgenheit“ (1966)<br />
“Als der Zirkus kam“ (2008)</p>
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		</item>
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		<title>Karl Olsberg &#8211; Das System 07/08</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 09:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lies was!]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Olsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch im Freibadmonat Juli weiter. Wo sonst kann man auch besser lesen als auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einigen Monaten pflegen wir nun schon diese Tradition und stellen euch jeweils zwei unserer Meinung nach lesenswerte Bücher vor. Bisher gab es keine Beschwerden -  also machen wir mit dieser  Art der intellektuellen Beschallung ganz dreist und sehr selbstbewusst auch im Freibadmonat Juli weiter. Wo sonst kann man auch besser lesen als auf der Freibadwiese unter blauem Himmel? Wir beginnen mit „<strong>Das System</strong> “ von <strong>Karl Olsberg</strong>, einem Roman über ein wildgewordenes Computersystem, das weltweit für Chaos sorgt.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-279" title="system" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/system.jpg" alt="" width="176" height="268" /><strong>Leseprobe:</strong><br />
<em>&#8220;Internationale Raumstation ISS, Mittwoch 14:58 Uhr</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das schrille Pulsieren der Sirene gellte durch die Station. Der Ton signalisierte die zweithöchste Alarmstufe: einen schwerwiegenden Systemausfall, der einen sofortigen menschlichen Eingriff erforderlich machte. Andrea Cantoni zuckte zusammen. Nicht schon wieder! Der Kugelschreiber, mit dem er gerade den aktuellen Zustand seiner Hefepilz-Kolonien notierte, glitt ihm aus der Hand. In einer langsamen Kreiselbewegung schwebte er davon. Cantoni griff hastig danach, versetzte dem Stift aber nur einen Stoß, so dass er umso schneller rotierte und wie eine taumelnde Minirakete davonjagte, gegen einen der Laptops prallte, die an der Wand des Labors befestigt waren, und irgendwo im Chaos aus Apparaturen, experimentellem Material, Werkzeug und Plastikschläuchen verschwand. Zum Teufel mit dem Kugelschreiber. Es war bereits der dritte, den er an Bord der Internationalen Raumstation verloren hatte, aber Kulis waren eines der wenigen Dinge, von denen hier kein Mangel herrschte. Cantoni hatte immer geglaubt, normale Kugelschreiber könnten in der Schwerelosigkeit nicht funktionieren, und eines dieser teuren, druckbetriebenen Schreibgeräte mit an Bord genommen. Juri Orlov, der russische Kommandant der Station, hatte nur gelächelt und ihm eine billige Plastikvariante mit dem Werbeaufdruck einer russischen Fluggesellschaft in die Hand gedrückt, die tatsächlich tadellos schrieb. Das war vor einhundertvier Tagen gewesen. Bei Gott, er war schon viel zu lange hier!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong><br />
Es lernt. Es wächst. Es tötet. Die Zukunft der Menschheit ist in Gefahr! Als Mark Helius zwei Mitarbeiter seiner Softwarefirma tot auffindet, ahnt er, dass im Internet etwas Mörderisches vorgeht. Stecken Cyber-Terroristen dahinter? Findet es selbst heraus, es lohnt auch für Nicht-Gamer!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Über den Autor:</strong><br />
<span style="color: #333333;">* 1960 in Olsberg, Deutschland</p>
<p>Deutscher Schriftsteller, der den Namen seiner sauerländischen Heimatstadt zu seinem Nachnamen gemacht hat. Studierte in Münster Betriebswirtschaft und promovierte über „Anwendungen künstlicher Intelligenz“.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Bücher des Autors:<br />
2057 (2007)</p>
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