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	<title>censoredmagaz.in &#187; Uncensored</title>
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		<title>&#8220;This is not gate 15!&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 17:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tag zwei im Land der Miniröcke und hübsch-kurvigen Minirockträgerinnen. Von denen gibt`s aber erst nächstes Mal mehr. Leserbindung und so. Heute ist Mickeymouse, ein 54-orientierter Japaner, eine Odyssee zum Geld und die Highlights der (fast) poblemlosen Anreise dran. Und die war lang. Insgesamt 14 Stunden Flug nebst Hin- und Hergeschickt werden auf diversen Flughäfen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tag zwei im Land der Miniröcke und hübsch-kurvigen Minirockträgerinnen. Von denen gibt`s aber erst nächstes Mal mehr. Leserbindung und so. Heute ist Mickeymouse, ein 54-orientierter Japaner, eine Odyssee zum Geld und die Highlights der (fast) poblemlosen Anreise dran.</p>
<p><a href="http://2.bp.blogspot.com/_U-ycRT9zAWU/SlMoE8gtiMI/AAAAAAAAADM/5zL5F3BNQFQ/s1600-h/ding.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355668447301568706" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 203px; height: 152px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_U-ycRT9zAWU/SlMoE8gtiMI/AAAAAAAAADM/5zL5F3BNQFQ/s320/ding.jpg" border="0" alt="" /></a>Und die war lang. Insgesamt 14 Stunden Flug nebst Hin- und Hergeschickt werden auf diversen Flughäfen und Chinesen, denen erzwungenes Freundlichsein gegenüber Reisenden noch etwas schwer fällt: <span style="font-style: italic;">&#8220;This is not gate 15!&#8221; &#8211; &#8220;Yes, i know. But where is it?&#8221; &#8211; &#8220;Here is no gate!&#8221;</span> half uns eine junge Informationsmitarbeiterin in [ZENSIERT - ich muss da auf der Heimreise nochmal hin] weiter. So enttäuschend unhilfreich und unterausgeprägt freundlich sind sonst nur Deutsche Servicemitarbeiter.</p>
<p>Um Einiges unterhaltsamer stellten sich mir die Japaner vor. Morgens vor einem Café stehend, forderte mich ein älterer Herr mit den warmen Worten <span style="font-style: italic;">&#8220;Yankees go home&#8221;</span> auf, das Land doch bitte wieder zu verlassen. Nachdem ich ihm beigebracht hatte, dass ich aus Deutschland komme, entspannte sich sein grantiges Gesicht und die Ärgerfalten machten einem etwas knauserigen, aber freundlichem Lächeln Platz. Problem gelöst &#8211; könnte man meinen. Dass der kleine knochige Japaner dann fröhlich ein &#8220;H**L HI**ER&#8221; raushaut, hatte ich nicht erwartet.</p>
<p>Ähnlich verblüfft war ich, als eine 5-köpfige Fukuoka-Bank-Taskforce meine Unterschrift auf einem einzulösenden Reisechek nicht als die meinige hinnehmen wollte. In einem Land, in dem ein Zipfelchen zu viel oder Fleck zu wenig die Bedeutung eines Wortes komplett über den Haufen wirft, wurde mir &#8211; einem in vereinfacher Jungen-Ausgangsschrift schreibendem Europäer &#8211; via Google-Übersetzung erklärt, dass mein &#8220;T&#8221; scheiße aussieht. Man schob mir dann mit dem lieb gemeinten Hinweis <span style="font-style: italic;">&#8220;practice&#8221;</span> ein DINA4 Blatt vor die Nase, auf dem ich meine Signatur trainieren konnte. Über Sinn- und Unsinn des Sicherheitsmerkmals &#8220;Unterschrift&#8221; darf an dieser Stelle spekuliert werden. Einer der Versuche war den mitlerweile gut amüsierten Beamten ähnlich genug. Es durfte fortan eingekauft werden.</p>
<p>Und weil Fukuoka groß ist, sinds` auch die Geschäfte. Ein mehrstöckiger, als Gourmetmarkt betitelter, Supermarkt bot uns alles von frischen Tintenfischen, über Riesentomaten und merkwürdig struppigen Pilzen &#8211; bis hin zu einem Wust an Crackern, merkwürdigen Hygieneartikeln, <a href="http://farm3.static.flickr.com/2277/3697815740_ebe8ff2794.jpg">4-Liter Sakaeflaschen</a> und lustig bedrucktem Klopapier an. Zum Beispiel mit <a href="http://1.bp.blogspot.com/_U-ycRT9zAWU/SlMnlFUPmpI/AAAAAAAAADE/ihH7lxg0kvk/s1600-h/mickey.jpg">Mickeymouse</a>. Ich fand schon als Kind, dass die Maus fürn` Arsch ist. Vergesslichen Menschen rennen die stets grinsenden Verkäufer im Zweifelsfall sogar bis auf die Straße hinterher, um das Wechselgeld zu übergeben. In Deutschland gibt es für sowas eine Kaffeekasse. Ein weiterer angenehmer Vorteil beim Einkaufen in Japan macht sich übrigens sehr schnell bemerkbar: Günstig ists`. 11 Cent bezahle ich für ein Marmeladen-Milchbrötchen und nur knapp 1 Euro für ein 0,5l Getränk. Für die braucht`s nebenbei kein Gourmetpalast. An jeder Straßenecke sprechen &#8211; jawohl sprechen &#8211; den Fußgänger lästige &#8211; aber durstlöschende &#8211; <a href="http://farm3.static.flickr.com/2574/3732007728_5e643a0292.jpg">Getränkeautomaten</a> an. Genau da gehe ich jetzt auch wieder hin. Die 35 Grad fordern ihren Tribut.</p>
<p>(Till Seidenspinner;  gibts` auch im <a href="http://blogtopf.blogspot.com/"title="Blogtopf"  target="_blank">Blogtopf</a>)</p>
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		<title>Über den Taschenrechner 10/08</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 10:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was fällt euch als erstes ein, wenn ich das Wort „Oktober“ in den Raum werfe? Oktoberfest &#8211; war klar. Wer etwas Anderes behauptet, lügt. Basta. Jedenfalls gibt es auf eben diesem Freudenfest auf der Münchner Wiesen ein Gerät, auf das vorallem zu fortgeschrittener Stunde nicht verzichtet werden kann. Schließlich ist das Spielen mit Zahlen schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Was fällt euch als erstes ein, wenn ich das Wort „Oktober“ in den Raum werfe? Oktoberfest &#8211; war klar. Wer etwas Anderes behauptet, lügt. Basta. Jedenfalls gibt es auf eben diesem Freudenfest auf der Münchner Wiesen ein Gerät, auf das vorallem zu fortgeschrittener Stunde nicht verzichtet werden kann. Schließlich ist das Spielen mit Zahlen schon ohne Alkoholeinfluss für den Einen oder Anderen ein großes Problem. Ich merke mir ganz genau wer jetzt in meine Richtung schaut! Wir finden jedenfalls dieser gute Freund unserer Schüler- und der Oktoberfestbedienungen hat einen Platz im Magazin verdient. Gesagt getan und die wichtigsten Infos zu diesem kleinen Rechenweltmeister zusammengestragen:</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-459"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-462" title="trechner" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/trechner.jpg" alt="" width="91" height="200" />Der erste elektronische, tatsächlich handflächengroße Taschenrechner wurde 1967 von Texas Instruments entwickelt. Ein 1,5 kg schwerer Prototyp dieses ersten Taschenrechners ist heute in der Smithsonian Institution ausgestellt. Auch dieser Prototyp lief schon mit Batterien, frühere Rechner benötigten einen Stromanschluss. Die ersten kommerziell vertriebenen Taschenrechner wurden 1969 und 1970 von den japanischen Firmen Compucorp, Sanyo, Sharp und Canon hergestellt. Sie verfügten über wenig mehr als die vier Grundrechenarten. 1971 stellte Bowmar den ersten in den USA erhältlichen Taschenrechner her (Bowmar 901B/„Bowmar Brain“, Maße: 131×77×37 mm). Er hatte vier Funktionen und ein achtstelliges rotes LED-Display. Verkauft wurde er für 240 US$. Bowmar musste 1976 schließen. 1972 erschien mit dem HP-35 von Hewlett-Packard der erste wissenschaftliche Taschenrechner. HP entwickelte auch die Taschenrechneruhr HP-01, den HP-41C mit alphanumerische Anzeige und Eingabe, den ersten programmierbaren Taschenrechner (HP-65) mit Magnetkarten zur Programmspeicherung, den HP-71 mit BASIC-Programmierung und den HP-48 mit der Programmiersprache RPL.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn heutige Taschenrechner im Regelfall kaum Programmfehler bei einfachen Berechnungen aufweisen, lassen sich zwischen verschiedenen Taschenrechnermodellen unterschiedliche Genauigkeiten und Auflösungen bei numerischen Berechnungen bestimmen. Die Gründe liegen in den numerischen Näherungsverfahren mit denen beispielsweise transzendente Funktionen wie die Sinus-Funktion im Taschenrechner berechnet werden. Diese kleinen Unterschiede in den Verfahren und unterschiedliche Genauigkeiten lassen sich auch als ein Erkennungsmerkmal für eine bestimmte Firmware verwenden.</p>
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		<title>Der Kugelschreiber 09/08</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 10:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie schon letzten Monat, möchten wir euch auch im sommerlichen August einen Gegenstand, der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist in allen Einzelheiten unter besonderer Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte näherbringen. Seit einigen Wochen hat die Schulzeit wieder begonnen, wodurch sich ein ganz besonderer Freund über große Beliebtheit freuen wird. Die Rede ist vom Schreibwerkzeug Nummer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie schon letzten Monat, möchten wir euch auch im sommerlichen August einen Gegenstand, der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist in allen Einzelheiten unter besonderer Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte näherbringen. Seit einigen Wochen hat die Schulzeit wieder begonnen, wodurch sich ein ganz besonderer Freund über große Beliebtheit freuen wird. Die Rede ist vom Schreibwerkzeug Nummer 1: dem Kugelschreiber.</p>
<p style="text-align: justify;">Bereits Galileo Galilei fertigte eine Skizze an, die eine Art Vorläufer des Kugelschreibers zeigt. Erste Patente zu Schreibgeräten, die ihre eigene Tinte mitführen, gab es im 19. Jahrhundert. 1888 erhielt der Amerikaner John J. Loud ein Patent auf ein kugelschreiberähnliches Gerät, mit dem man Leder markieren können sollte. Slavoljub Eduard Penkala, ein kroatischer Erfinder, patentierte 1906 ebenfalls einen Kugelschreiber-Vorläufer. Der gebürtige Ungar László József Biró erfand, unterstützt von seinem Bruder Georg, in Budapest in achtzehnjähriger Entwicklungsarbeit die Grundform des heutigen Kugelschreibers mit Farbmine und rollendem Kügelchen in der Minenspitze zum Auftrag der Farbmasse auf das Papier. Vermutlich kam ihm die Idee beim Anblick rotierender Druckwalzen, die die Farbe auf ähnliche Weise auf das Papier auftragen. Sein im Jahr 1938 erstmals in Ungarn erteiltes Patent ließ er am 27. Dezember 1938 in den USA als „Fountain Pen for Pulpink Ink“ (später „Ball Pen“) und 1943 in Argentinien erneuern, wohin er 1940 vor den Judenverfolgungen in Ungarn geflohen war. Er gründete dort die Firma „Sylvapen“.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-227" title="kuli" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/kuli.jpg" alt="" width="161" height="186" />Entwicklungsarbeit die Grundform des heutigen Kugelschreibers mit Farbmine und rollendem Kügelchen in der Minenspitze zum Auftrag der Farbmasse auf das Papier. Vermutlich kam ihm die Idee beim Anblick rotierender Druckwalzen, die die Farbe auf ähnliche Weise auf das Papier auftragen. Sein im Jahr 1938 erstmals in Ungarn erteiltes Patent ließ er am 27. Dezember 1938 in den USA als „Fountain Pen for Pulpink Ink“ (später „Ball Pen“) und 1943 in Argentinien erneuern, wohin er 1940 vor den Judenverfolgungen in Ungarn geflohen war. Er gründete dort die Firma „Sylvapen“.  Der tatsächliche Durchbruch für den Kugelschreiber kam mit dem britischen Geschäftsmann Henry George Martin. Er erkannte den Kugelschreiber als ideales Schreibwerkzeug für Flugzeugbesatzungen, das auch in großen Höhen funktioniert, ohne dabei zu klecksen.</p>
<p style="text-align: justify;">auch in großen Höhen funktioniert, ohne dabei zu klecksen. Er kaufte Biró die Patentrechte ab, gründete gemeinsam mit Frederick Miles im Jahr 1944 in Reading (Berkshire, England) die erste Kugelschreiberfabrik der Welt und startete eine Serienproduktion. Im ersten Jahr seines Bestehens lieferte das Unternehmen 30.000 Kugelschreiber an die Royal Air Force.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Juni 1945 wurde der amerikanische Geschäftsmann Milton Reynolds in Buenos Aires auf den Kugelschreiber aufmerksam. Er ließ die Technik in den USA nachbauen. Unter dem Namen Reynolds&#8217; Rocket wurden die Kugelschreiber noch im gleichen Jahr zu einem Verkaufserfolg in den USA, obwohl der Kugelschreiber rund eineinhalbmal so viel kostete wie eine Füllfeder. Wegen Qualitätsproblemen musste Reynolds jedoch tausende Exemplare zurücknehmen und ging 1951 in Konkurs. Nach dem 2. Weltkrieg begannen mehrere Unternehmen, Kugelschreiber zu produzieren, teilweise ohne die Patentrechte zu besitzen. Die deutsche Firma Schneider zahlte ab 1947 bis zum Erlöschen der Patente 19 Millionen DM an Lizenzgebühren. Die Firma Schmidt im Schwarzwald konzentrierte sich auf die Herstellung und Entwicklung der Mechanik der Kugelschreiber. Das Problem des Klecksens bekam erst der Franzose Marcel Bich in den Griff. Unter dem Namen BIC brachte er Ende 1950 seinen Kugelschreiber auf den Markt und läutete damit endgültig das Zeitalter des Kugelschreibers als Massenprodukt ein.</p>
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		<title>Das Telefon 08/08</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 09:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie schon letzten Monat, möchten wir euch auch im sommerlichen August einen Gegenstand, der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist in allen Einzelheiten unter besonderer Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte näherbringen. Diesmal etwas, das besonders die weiblichen Leser interssieren dürfte: Das Telefon. Alles begann 1783 in Paris&#8230; Bevor sich die Sprachüb ertragung mittels elektrischer Signale durchsetzte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie schon letzten Monat, möchten wir euch auch im sommerlichen August einen Gegenstand, der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist in allen Einzelheiten unter besonderer Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte näherbringen. Diesmal etwas, das besonders die weiblichen Leser interssieren dürfte: Das Telefon. Alles begann 1783 in Paris&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-247" title="tele11" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/tele11.jpg" alt="" width="174" height="202" />Bevor sich die Sprachüb ertragung mittels elektrischer Signale durchsetzte, gab es mehr oder weniger erfolgreiche Versuche für nichtelektrisches Fernsprechen. Um 1670 stellte Samuel Moreland in London Versuche an, Sprache mit Instrumenten zu übertragen, die einer Trompete ähnelten. Die Idee wurde etwa 100 Jahre später von Johann Heinrich Lambert nochmals aufgegriffen. 1783 erschien in Paris anonym ein Prospekt unter dem Titel Über die Fortpflanzung des Schalls und der Stimme in Röhren. Hiermit sollten Mittel für einen Großversuch eingeworben werden. Das Projekt kam bei einem geschätzten Stationsabstand von 4 km und wegen der damit verbundenen hohen Störanfälligkeit nicht zum Tragen. Im 19. Jahrhundert wurden Sprech-rohrleitungen dann für lange Zeit in der Dampfschifffahrt eingesetzt. Die Geschichte des Telefons beginnt eigentlich 1837, als der US-Amerikaner Samuel Finley Morse den Morsetelegraphen konstruierte. Damit wurde die für das Telefon wichtige Vorbedingung der Übermittlung von Signalen durch elektrische Leitungen bereits in die Praxis umgesetzt. 1854 legte der Pariser Telegraphenbeamte Charles Bourseul (1829-1912) ein Referat über mögliche Techniken der elektrischen Sprachübertragung vor. Dem folgten praktische Entwicklungen von prinzipiell funktionierenden Telefonapparaten unter anderem von Tivadar Puskás, Antonio Meucci, Philipp Reis, Elisha Gray und Alexander Graham Bell. Von diesen frühen Erfindern hatte jedoch nur Bell die organisatorischen Fähigkeiten, das Telefon über die Labor- Versuchsapparatur hinaus als Gesamtsystem zur Marktreife zu bringen. So brachte Bell 1876 in Boston (Massachusetts) das Telefon erstmals zur praktischen Anwendung; siehe auch: Erfindung des Telefons.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-249" title="tele21" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/tele21.jpg" alt="" width="242" height="184" />Bells Gerät bestand aus einem Wandler, der abwechselnd als Mikrofon und als Fernhörer benutzt wurde. Es besaß eine biegsame Metall-membran, einen Stabmagneten und eine den Magneten umschließende Drahtspule. Die beim Besprechen erzeugten unter-schiedlich starken Schallwellen versetzten die Membran in Schwingung. Durch den geänderten Magnetfluss wurden in der Spule elektrische Spannungen induziert. Die auf diese Weise in elektrische Signale umgewandelten Schallwellen wurden über eine Draht-verbindung zum Empfängertelefon weitergeleitet. In dessen Wandler fand nun der umgekehrte Prozess statt. Der ankommende modulierte Strom erzeugte ein veränderliches magnetisches Feld, das die Membran in Schwingungen versetzte, wodurch wieder Schallwellen entstanden. Mit Geräten dieser Art wurden am 26. Oktober 1877 in Berlin unter der Regie von Generalpostmeister Heinrich von Stephan und Generaltelegraphendirektor Budde erfolgreiche Übertragungsversuche über zunächst 6 km, dann 26 km und zuletzt 61 km durchgeführt. Stephan lässt nach diesen ersten Versuchen weitere Bell-Telephone von der Firma Siemens &amp; Halske anfertigen. Diese Ereignisse markieren den Beginn der einsatzfähigen Telefonie in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Erfindung des Kohlemikrofones 1878 durch David Edward Hughes in Verbindung mit der Verbesserung des Hörers durch Werner von Siemens wurde eine wesentlich lautere Übertragung und damit ein Gespräch über größere Entfernungen ermöglicht. Für den Aufbau von Telefonverbindungen wurde zunächst die sogenannte Handvermittlung eingesetzt. Um dem Anwender die Möglichkeit zu geben, selber seine Verbindung aufzubauen (Selbstwähldienst), begann Almon Strowger 1888 mit der Entwicklung eines automatischen Telefonvermittlungssystems. Am 10. März 1891 patentierte Almon Strowger dieses Vermittlungssystem (Automatic Telephone Exchange) unter der US Patent Nr. 447,918. Bei diesem System waren im Telefon für die Einer, Zehner und Hunderter der zu wählenden Rufnummer je eine Taste montiert, die der Ziffer entsprechend oft gedrückt werden musste. Die Bedienung war entsprechend umständlich und fehleranfällig und der Installationsaufwand hoch, da jede Taste über eine eigene Leitung mit der Vermittlungsstelle verbunden war. Weitere Selbstwahleinrichtungen für das Telefon folgten, wie der am 11. Januar 1898 von A. E. Keith und die Brüder John and Charles J. Erickson, die Mitarbeiter der Strowger Automatic Telephone Exchange Company waren, unter der US patent No. 597,062 patentierte Strowger finger-wheel sub station dial. Durch dieses Gerät wurde die Anzahl an Leitungsadern zur Übertragung der Wahlinformationen auf zwei reduziert.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-250" title="tele31" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/tele31.jpg" alt="" width="201" height="187" />Am 29. April 1913 patentierte Siemens &amp; Halske den über lange Zeit in Telefonen gebräuchlichen Nummernschalter, der nach dem Impulswahlverfahren arbeitete. Der Einsatz von Nummernschaltern in Telefonen ist in Deutschland für das Jahr 1908 und in den USA mindestens ab 1907 dokumentiert. 1955 wurde von den Bell Telephone Laboratories das Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) entwickelt. Diese Art der Telefonwahl über Tasten ist heute die gebräuchlichste bei analogen Telefonen. Mit der modernen Elektronik und Computertechnologie konnten die elektromechanischen Elemente durch Halbleiter-Bauteile ersetzt werden, die wesentliche Verkleinerungen des Gerätes und die Ausstattung mit immer mehr zusätzlichen Funktionen erlaubten und sowohl die Bedienung vereinfachen als auch andere Nutzungsmöglichkeiten &#8211; beispielsweise die akustische Raumüberwachung bieten. Während beispielsweise die Anrufsignalisierung zunächst über einen elektromechanischen Wecker erfolgte, ist dieser jetzt durch einen elektronischen, meist einstellbaren Signalton ersetzt. Zusätzliche Merkmale sind unter anderem Rufnummernübermittlung abgehender und ankommender Rufe, Nummernspeicher (Telefonbuch, Kurz- oder Direktwahl), Anrufweiterleitung, Konferenzschaltungen, Anrufliste und Freisprechen. Darüber hinaus ist das Telefon selbst mittlerweile gelegentlich als Geräteeinheit mit weiteren Endgeräten wie Anrufbeantworter (meist mit Fernabfrage) und Fax-Gerät kombiniert.</p>
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		<title>Die CD 07/08</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 10:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist das denn? Noch eine neue Rubrik diesen Monat? Genau lieber Leser. Denn wir haben mit Bedauern das Ergebnis der aktuellen Studie zu deutschlands Bildungsstandard zur Kenntnis genommen. Mit diesem Fakt im Hinterkopf haben wir uns überlegt euch ab sofort (also quasi ab jetzt) Geschichten über wichtige Gegenstände aus dem täglichen Leben zu erzählen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Was ist das denn? Noch eine neue Rubrik diesen Monat? Genau lieber Leser. Denn wir haben mit Bedauern das Ergebnis der aktuellen Studie zu deutschlands Bildungsstandard zur Kenntnis genommen. Mit diesem Fakt im Hinterkopf haben wir uns überlegt euch ab sofort (also quasi ab jetzt) Geschichten über wichtige Gegenstände aus dem täglichen Leben zu erzählen. Denn oftmals sind die Dinge hinter den Dingen äußerst unterhaltsam und kurios. Oder hättet ihr gedacht, dass es die CD nur gibt, weil ein Geschäftsführer und Hobbysänger Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie in voller länge ohne lästiges Tonbandwechseln anhören wollte? Siehste, deswegen gibt es eben noch eine neue Rubrik in censored.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-294" title="cd" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/cd.jpg" alt="" width="221" height="163" />Naja okay, ganz so einfach lässt sich die Herkunft unserer mitlerweile äußerst populären und noch dazu hübsch bunt glänzenden Silberscheibe dann auch wieder nicht erklären. In den 1970er Jahren exper-imentierten Techniker vieler Elektronikkonzerne mit digitaler Audio-Aufzeichnung. Die ersten Prototypen basierten auf magnetischen Speichermedien, wie etwa der klassischen Audiokassette. Das erste Gerät auf dem Markt war im Jahr 1977 eine Erweiterung des Betamax-Videorekorders der Firma Sony um einem AnalogDigital- bzw. Digital-Analog-Wandler (PCM-Modulator bzw. -Demodulator). Sony entwickelte spezielle Verfahren, um die Störgeräusche zu eliminieren. Um diese Verfahren zu testen, wurden heimlich bei einer Probe eines Konzertes von Herbert von Karajan im September 1978 Aufnahmen gemacht. Karajan wurde später von Sony eingeladen, die Aufnahmen zu beurteilen. Zur gleichen Zeit arbeitete man bei der Firma Philips an der optischen Aufzeichnung von Bildsignalen, die die Videotechnik revolutionieren sollte. Bald entwickelte sich die Idee, diese Technologie auch für digitale Klänge zu nutzen. Beide Firmen standen plötzlich vor einem Problem. Sie hatten die neuen optischen Datenträger (LaserDisc), ähnlich der Schallplatte, mit einem Durchmesser von 30 cm geplant. Bei der Aufzeichnung von bewegten Bildern konnten sie darauf etwa 30 Minuten Videomaterial unterbringen. Bei Audiodaten reichte aber die Kapazität für 13 Stunden und 20 Minuten. Sony war klar, dass das Geschäftsmodell der Musikindustrie zusammenbrechen würde, wenn sie solche Mengen an Musik an die Verbraucher vermarkten sollte. Nachdem die Compact Cassette (Audiokassette) 1963 von der Firma Philips allein entwickelt worden war, versuchten beide Firmen hier, einen gemeinsamen Standard herbeizuführen. Der für die Spieldauer entscheidende Durchmesser der CD wurde durch die Philips-Führung folgendermaßen begründet: Die Compact Cassette war ein großer Erfolg, die CD sollte nicht viel größer sein. Die Compact Cassette hatte eine Diagonale von 11,5 cm, die Ingenieure machten die CD 0,5 cm größer. Es ranken sich allerlei moderne Legenden um die Festlegung dieser Parameter; eine der schönsten und populärsten ist folgende (Womit wir wieder bei Ludwig van Beethoven wären):</p>
<p><em>Nach einigen Differenzen schlug Sony vor, dass die neue CD zumindest Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie in voller Länge erfassen sollte. Dieser Vorschlag hing mit Sonys damaligem Vizepräsidenten Norio Ohga zusammen, der ein ausgebildeter Opernsänger war und sich schon immer wünschte, Beethovens Neunte ohne störendes Wechseln des Tonträgers hören zu können. Ohgas Lieblingsversion, dirigiert von Herbert von Karajan, dauert 66 Minuten, die Techniker hielten sich an die damals längste zur Verfügung stehende Version von Wilhelm Furtwängler. Die Aufnahme aus dem Jahre 1951 dauert exakt 74 Minuten. 74 Minuten bedeuteten 12 cm Durchmesser des optischen Datenträgers. Die Entwickler von Philips reagierten mit Skepsis, da eine so große Scheibe nicht in die Anzugtaschen passen würde. Daraufhin maßen Sony-Entwickler Anzüge aus aller Welt aus, mit dem Ergebnis, dass für 12cm überall Platz ist. Damit hatte Beethoven einen neuen Standard festgelegt.</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-295" title="rohling" src="http://www.censoredmagaz.in/wp-content/uploads/2008/09/rohling.jpg" alt="" width="248" height="186" />1980 wurde von Philips und Sony für Audioaufnahmen der „Red Book“-Standard festgelegt. Der Durchmesser des Innenloches der CD (15 mm) wurde eher durch Zufall durch die niederländischen Philips-Entwickler bestimmt. Als Maßstab diente hierfür das im übrigen seinerzeit weltweit kleinste Geldstück, das niederländische 10-Cent-Stück (das so genannte „Dubbeltje“), das ein Entwickler bei der Festlegung des Durchmessers dabei hatte. Auf der Funkausstellung 1981 in Berlin wurde die CD erstmals öffentlich vorgestellt. Im Jahr darauf, am 17. August 1982, begann in Langenhagen bei Hannover, in den Produktionsstätten der damaligen Polygram, die weltweit erste industrielle Produktion des letzten ABBA-Albums The Visitors, und zwar noch bevor am 1. Oktober 1982 der erste in Serie produzierte CD-Spieler auf dem Markt angeboten werden konnte. 1988 wurden weltweit bereits 100 Millionen Audio-CDs produziert. Ab 1988 gab es Systeme mit denen CD gebrannt werden konnten (und nicht wie dahin gepresst werden mussten).</p>
<p style="text-align: justify;">Bei einer CD werden Daten mit Hilfe einer von innen nach außen laufenden Spiralspur gespeichert (also umgekehrt wie bei der Schallplatte). Die Spiralspur besteht aus Pits (Gruben) und Lands (Flächen), die auf dem Polycarbonat aufgebracht sind. Die Pits haben eine Länge von 0,833 bis 3,054 µm (1 µm=10-6m = 1Millionstel Meter) und eine Breite von 0,5 µm. Die Spiralspur hat etwa eine Länge von 6 Kilometern. Je nachdem, wie die CD erstellt wird, entstehen die Pits. Bei der industriellen Herstellung werden ein Glas-Master und ein Stamper (Negativ) gefertigt. Anschließend wird damit in Presswerken eine Polycarbo-natscheibe geprägt und die Reflexions- und Schutzschicht angefügt. Eine CD besteht demnach zum größten Teil aus Polycarbonat. Die Reflexionsschicht darüber besteht aus einem Aluminiumfilm. Das Laserlicht wird an den Lands einfach reflektiert, jedoch tritt an den Pits Auslöschung durch destruktive Interferenz auf. Dabei werden biniarisierte Daten ausgelesen. Zwischen dem Aufdruck und der Aluminiumschicht (Dicke der Reflexionsschicht: 50–100 nm) befindet sich noch eine Schutzschicht, die dazu da ist, das Aluminium vor äußeren Einflüssen zu schützen. Als Abschluss kommt dann noch der Aufdruck, der mit dem Siebdruckverfahren (bis zu 6 Farben) aufgebracht wird. Alternativ kann auch das Offsetdruckverfahren eingesetzt werden.</p>
<p>Joa da ham` wirs doch! Also hatte unser lieber Herr Beethoven am Ende doch weniger mit der CD zu tun, als gedacht. Wie dem auch sei, ich lehne mich jetzt erstmal zurück und lausche zu den Klängen einer nicht zu unterschätzenden Rockband auf einer dieser Silberscheiben.</p>
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