WebPack 3.0 von Host Europe Über den Taschenrechner 10/08 | censoredmagaz.in

Über den Taschenrechner 10/08

Oleh: Till
1. Oktober 2008

Was fällt euch als erstes ein, wenn ich das Wort „Oktober“ in den Raum werfe? Oktoberfest – war klar. Wer etwas Anderes behauptet, lügt. Basta. Jedenfalls gibt es auf eben diesem Freudenfest auf der Münchner Wiesen ein Gerät, auf das vorallem zu fortgeschrittener Stunde nicht verzichtet werden kann. Schließlich ist das Spielen mit Zahlen schon ohne Alkoholeinfluss für den Einen oder Anderen ein großes Problem. Ich merke mir ganz genau wer jetzt in meine Richtung schaut! Wir finden jedenfalls dieser gute Freund unserer Schüler- und der Oktoberfestbedienungen hat einen Platz im Magazin verdient. Gesagt getan und die wichtigsten Infos zu diesem kleinen Rechenweltmeister zusammengestragen:

Der erste elektronische, tatsächlich handflächengroße Taschenrechner wurde 1967 von Texas Instruments entwickelt. Ein 1,5 kg schwerer Prototyp dieses ersten Taschenrechners ist heute in der Smithsonian Institution ausgestellt. Auch dieser Prototyp lief schon mit Batterien, frühere Rechner benötigten einen Stromanschluss. Die ersten kommerziell vertriebenen Taschenrechner wurden 1969 und 1970 von den japanischen Firmen Compucorp, Sanyo, Sharp und Canon hergestellt. Sie verfügten über wenig mehr als die vier Grundrechenarten. 1971 stellte Bowmar den ersten in den USA erhältlichen Taschenrechner her (Bowmar 901B/„Bowmar Brain“, Maße: 131×77×37 mm). Er hatte vier Funktionen und ein achtstelliges rotes LED-Display. Verkauft wurde er für 240 US$. Bowmar musste 1976 schließen. 1972 erschien mit dem HP-35 von Hewlett-Packard der erste wissenschaftliche Taschenrechner. HP entwickelte auch die Taschenrechneruhr HP-01, den HP-41C mit alphanumerische Anzeige und Eingabe, den ersten programmierbaren Taschenrechner (HP-65) mit Magnetkarten zur Programmspeicherung, den HP-71 mit BASIC-Programmierung und den HP-48 mit der Programmiersprache RPL.

Auch wenn heutige Taschenrechner im Regelfall kaum Programmfehler bei einfachen Berechnungen aufweisen, lassen sich zwischen verschiedenen Taschenrechnermodellen unterschiedliche Genauigkeiten und Auflösungen bei numerischen Berechnungen bestimmen. Die Gründe liegen in den numerischen Näherungsverfahren mit denen beispielsweise transzendente Funktionen wie die Sinus-Funktion im Taschenrechner berechnet werden. Diese kleinen Unterschiede in den Verfahren und unterschiedliche Genauigkeiten lassen sich auch als ein Erkennungsmerkmal für eine bestimmte Firmware verwenden.

Tags: , , , , ,

Category: Uncensored | RSS 2.0 | Give a Comment | trackback

No Comments

Leave a Reply